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Die HBK begrüßt eine neue Lehrende im Wintersemester

26.11.2018


Doreen Yuguchi ist Gastwissenschaftlerin/Gastkünstlerin mit dem Fachgebiet Performancetheorie im Studiengang Darstellendes Spiel an der HBK Braunschweig


Die HBK begrüßt eine neue Lehrende im Wintersemester 2018/19. Doreen Yuguchi ist als Gastwissenschaftlerin/ Gastkünstlerin mit dem Fachgebiet Performancetheorie im Studiengang Darstellendes Spiel, im Institut für Performative Künste und Bildung und im Zentrum für künstlerische Lehrerbildung der HBK Braunschweig tätig.

Die Seminarangebote sind interdisziplinär angelegt und richten sich an Studierende aller Fachbereiche.

Geboren 1977 wuchs Doreen Yuguchi in der damaligen DDR auf. Nach Studien der Theaterwissenschaft und praktischer Theaterarbeit studierte sie Freie Kunst bei Prof. Marina Abramović an der HBK Braunschweig.
Darüberhinaus legte sie ein Staatsexamen im Bereich der Ergotherapie mit Schwerpunkt Forensischer Psychiatrie ab und ist in der ambulanten Hospizarbeit ausgebildet.

Doreen Yuguchi bewegt sich in künstlerischen und sozialen Bereichen und stellt dabei das Prozessuale und Performative ins Zentrum ihrer diversen Arbeitspraxen. Ausgangspunkt der von ihr geschaffenen Formate gemeinschaftlicher Auseinandersetzung ist das Ephemere zwischen-menschlicher Kontaktierungen. Dabei greift sie gemeinschaftliche und individuelle Ängste auf, Gefühle der Scham, der Schuld aber auch der Hoffnung und Zuversicht. Ihre künstlerischen wie auch sozialen Arbeiten verhandeln Kommunikation als einen Moment der Öffnung auf eine andere Person hin – und die damit einhergehende Möglichkeit der Verunsicherung, der Verschiebung oder auch Überschreitung dessen, was als allgemein akzeptierte Grenze gilt. Dabei gibt sie gerade dem Unbestimmten, Oszillierenden, auch Gewaltsamen dieser Grenzkontakte Raum und Zeit.
Nicht Kunst mit gesellschaftlich relevanten Inhalten füllen, sondern von Kunst aus denkend zu gesellschaftlich relevanten Handlungsweisen findend: So arbeitete Yuguchi mehrere Jahre intramural mit einem jugendlichen Straftäter an einer künstlerischen Veröffentlichungsserie und nach einem vierjährigen vorbereitenden Studium mit psychisch kranken Straftätern an deren gesundheitlicher wie auch sozialer Rehabilitation. Sie begleitet Sterbende im ambulanten Rahmen und unterstützt Studierende verschiedener Fachrichtungen dabei, eigene Übersetzungen für das Sterben als einem sozialen Ereignis zu finden.

Yuguchis künstlerische Arbeiten - Performances, audiovisuelle Installationen und Textarbeiten - wurden u.a. im PS1 New York, beim Festival d’Avignon, im Marta Herford, beim DaDao Live Art Festival Peking, in der Scharpenberg Gallery Chicago, im NGBK Berlin und in der Galleria Civica di Arte Contem-poranea di Trento gezeigt.
Residenzstipendien führten sie nach Moriya/Japan und Kaliningrad.

Lehrtätigkeit hatte die Künstlerin an der Kunsthochschule Berlin Weissensee, dem Zentrum Tanz der UdK Berlin/HfS Berlin und der Universität Duisburg/Essen.

Doreen Yuguchi arbeitet und forscht im Bereich der handlungszentrierten, forensischen Psychiatrie und ist in der Hospizbewegung aktiv.

Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Brigitte Kosch

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